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aiLetter #0.13: KPMG-AI-Report, AI-Investments, DeepPrivacy, EASY SOFTWARE, AI-TED Talks

aiLetter #0.13: KPMG-AI-Report, AI-Investments, DeepPrivacy, EASY SOFTWARE, AI-TED Talks

Liebe Freunde des aiLetter,

aus dem Urlaub zurück, habe ich für euch in dieser Woche folgende aiNews im Gepäck:
Wie nutzen die Top-Unternehmen AI? Wie entwickeln sich Investments in AI-Startups? Wie kann AI Gesichter anonymisieren? Außerdem: Eine AI-Professur für die Hochschule Ruhr West und TED Talk-Empfehlungen rund um AI für euch.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Anke


ai@Work: Lösungen im Einsatz

8 AI-Trends in globalen Top-Unternehmen

Die Anwendung von Machine Learning und anderen AI-Technologien in Unternehmen schreitet schneller voran als erwartet. Das zeigt der „AI Transforming the Enterprise”-Report von KPMG. Er beleuchtet, wo einige der weltweit größten und einflussreichsten Unternehmen beim Thema AI-Investitionen, -Nutzung und -Wirkung stehen. Das Ergebnis: Die Berater machten acht Trends aus. Darunter: ein rapider Wandel von experimenteller zu angewandter Technologienutzung, die kritische Relevanz neuer Organisationsbedarfe und die Auswirkungen von AI auf die Wettbewerbsfähigkeit.


aiInvest: Wer investiert wo?

Investment-Dynamik steigt

Investitionen in AI-Startups verändern sich, wie die Plattform Crunchbase aufzeigt. Verschiedene Trends werden dabei sichtbar:

US-Startups sammelten bisher in 2019 rund 6,62 Mrd. US-Dollar ein. Bis Jahresende könnte der Wert von 2018 getoppt werden (8,67 Mrd. US-Dollar).
Die Anzahl der Startups bleibt gleich, sie sammeln jedoch in weniger Finanzierungsrunden mehr Kapital ein.
Startups in verschiedensten Sektoren nutzen AI und Machine Learning, darunter Enterprise Software, Fintech, Robotik, autonomes Fahren und Biotech.
Investitionen wandern tendenziell von Unternehmen, die menschliche Arbeit durch AI ersetzen wollen, hin zu Unternehmen, die menschliche Arbeit mit AI ergänzen wollen.

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Quelle: https://news.crunchbase.com/news/ai-companies-raise-more-money-across-fewer-rounds/


aiLab: ein Blick in Forschung & Entwicklung

DeepPrivacy: anonymisierte, aber realistische Gesichter

Forscher der norwegischen University of Science and Technology schlagen vor, Gesichter mithilfe von sogenannten General Adversarial Networks (GAN) zu anonymisieren. In Zeiten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dürfen Unternehmen personenbezogene Daten wie Bilder nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Betroffenen nutzen. Wären die Gesichter anonymisiert, die Datensätze ansonsten aber intakt, hätten beide Seiten gewonnen: Das Tool der Norweger entfernt die Persönlichkeitsmerkmale im Bildmaterial und entwickelt realistische, aber anonymisierte Gesichter, die beispielsweise die Charakteristik des Originalgesichts beibehalten.

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Quelle: https://arxiv.org/pdf/1909.04538.pdf


aiPolicy: Politik & Rahmenbedingungen

AI-Professur für Mülheim an der Ruhr

„Wir warten nicht auf die Politik, sondern nehmen Technologieförderung jetzt selber in die Hand”, erklärte Dieter Weißhaar vergangene Woche. Der CEO des Softwareherstellers EASY SOFTWARE stiftet mit seinem Unternehmen eine Professur für angewandte Künstliche Intelligenz an der Hochschule Ruhr West (HRW). Darüber hinaus rief Weißhaar andere regionale Unternehmen dazu auf, seinem Freundeskreis beizutreten und die Initiative zu unterstützen.


aiDeepDive: Vertiefung zum Wochenende

7 AI-Perspektiven

Bild‘ dir deine eigene Meinung – das ist ein Ziel, welches wir mit dem aiLetter verfolgen. Bei einem komplexen Thema wie AI gilt es, verschiedene Sichtweisen kennenzulernen. Digitalberaterin und Podcast-Host Nicole Martin hat für Forbes.com eine Liste mit sieben TED Talks rund um AI zusammengestellt. Mein Favorit:

Dokumentarfilmerin Robin Hauser diskutierte bereits 2017, welche Auswirkungen unbewusst integrierte Vorurteile in Machine Learning-Anwendungen haben können.

aiTaillight: ein Fun Fact zum Schluss

Aus dem Leben gegriffen

Diese Woche ist das Taillight selbsterklärend …

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Foto: Anke Ralle


Dies ist eine der ersten Ausgaben des aiLetters. Wir freuen uns deshalb besonders über Feedback: feedback@ailetter.de
– Wie interesssant findest Du das Thema für einen eigenen Newsletter in dieser Form?
– Wie informativ ist für Dich insofern der Inhalt des hier vorliegenden Entwurfs?
– Wie bewertest du das Layout und den Aufbau des aiLetters?
– Was würdest du anders machen?
– Würdest du den aiLetter abonnieren? Würdest du ihn weiterempfehlen? Wenn ja, wem?


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aiLetter #0.09: VISA, AI in der Serengeti, neue AI-Professuren und -labore in Deutschland

aiLetter #0.09: VISA, AI in der Serengeti, neue AI-Professuren und -labore in Deutschland

Liebe Freunde des aiLetter,

schön, dass ihr den Newsletter wieder geöffnet habt! Diese Woche sind News zu zwei AI-Anwendungsfällen in Afrika dabei. Außerdem gibt es Geld für 30 neue AI-Professuren in Deutschland sowie AI-Labore im Ländle. Plus: US-Sender HBO kontert den Netflix-Algorithmus mit…tadaaa…menschlichen Empfehlungen.
Und in eigener Sache: Aufgrund von Kapazitätsengpässen fällt der aiFocus-Newsletter am kommenden Freitag leider aus. Nächste Woche gibt es dann aber wieder geballte AI-Themen-Power.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Anke


ai@Work: Lösungen im Einsatz

VISA: Mit AI gegen Betrüger

Der Kreditkartenanbieter verhindert jährlich betrügerische Transaktionen in Milliardenhöhe mithilfe von Machine Learning-Algorithmen. Um diese Systeme zu verbessern, öffnet VISA jetzt eine cloudbasierte Plattform und seine Daten. Damit sollen AI-Ingenieure ihre Deep Learning-Algorithmen testen können. So will das Unternehmen noch bessere Lösungen gegen Kreditkartenbetrug finden.

 

AI-App für Bananenplantagen

Mit der Open Source-App Tumaini („Hoffnung” auf Swahili) können Bananenfarmer ihre Stauden besser auf Krankheiten prüfen. Die Bilderkennungssoftware findet Krankheitsbilder auf eingescannten Fotos mit 90-prozentiger Sicherheit. Und sie gibt den Bauern Tipps zur Behandlung. Gleichzeitig werden Daten in einem globalen System gesammelt. Dadurch wird die Ausbreitung von Krankheiten der Bananenpflanzen überwacht. Schäden sollen so zukünftig besser eingedämmt werden.

Für mehr wirtschaftliche Stabilität und Nahrungssicherheit: Mit einer App gegen Krankheiten in Bananenplantagen.

aiInvest: Wer investiert wo?

Die AI-Einhörner sind los

In 2019 haben bereits neun Start-ups den sogenannten Unicorn-Status erreicht, werden als mit mindestens einer Milliarde US-Dollar bewertet. Laut CBInsights gibt es damit mittlerweile 32 solcher AI-Einhörner. Was eint diese Start-ups? Sie alle nutzen in ihrem Angebot Machine Learning, verkaufen AI-Software oder bauen Computerchips, die AI verarbeiten.

 

270 Millionen Euro für AI-Gesundheit

Die britische Regierung eröffnet ein Labor für AI-Forschung im Gesundheitsbereich. Dafür erhält der National Health Service (NHS) umgerechnet 270 Millionen Euro. Das Labor soll technologische Fortschritte bei Krebsfrüherkennung, Demenzbehandlungen und in der Pflege entwickeln.


aiLab: ein Blick in Forschung & Entwicklung

AI im Serengeti Nationalpark

DeepMind entwickelt ein Machine Learning-System, das helfen soll, die Tierbestände im Serengeti Nationalpark in Tansania besser zu überwachen. Das System wurde trainiert, um Tiere auch auf schlecht fokussierten Fotos zu erkennen. Das kann es mittlerweile mindestens genauso gut wie menschliche Freiwillige. Und es braucht drei Monate für Millionen von Fotos, menschliche Helfer bräuchten ein Jahr. Praktischerweise soll das System mit moderater Hardware und schwacher Internetverbindung auskommen. So ist es auch im Park selbst einsetzbar. Die AI soll jetzt Naturschützer unterstützen, schneller auf Einflüsse durch Wilderei oder Klimaveränderungen zu reagieren.

30 neue AI-Professuren für Deutschland

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt bis 2024 30 Professuren für Artificial Intelligence. Damit sollen jedes Jahr sechs internationale Forscher nach Deutschland geholt werden, die sowohl an den technischen als auch an den gesellschaftlichen, rechtlichen und ethischen Aspekten der Technologie arbeiten. Gesucht werden Spitzenforscher aus den Bereichen Machine Learning, Robotik, Musteranalyse, Computerlinguistik, Ethik und Philosophie. Finanziert werden die Professuren durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.


aiPolicy: Politik & Rahmenbedingungen

AI-Ethik-Richtlinien für Aufsichtsräte

Das Weltwirtschaftsforum arbeitet an einem AI-Werkzeugkasten für Unternehmen, genauer gesagt für Aufsichtsräte. Mithilfe dieser Richtlinien sollen die Verantwortlichen ein Verständnis für AI erlangen und sich und ihr Unternehmen in die Lage versetzen AI verantwortungsbewusst zu nutzen. Veröffentlicht wird das Paket zur Davos-Konferenz im kommenden Jahr.

AI-Labore für Baden-Württemberg

Das Wirtschaftsministerium im Ländle gibt zwei Millionen Euro für die Eröffnung regionaler AI-Labs. Das Ziel: Mittelständische Unternehmen in Sachen AI-Anwendung unterstützen. Neben der Vermittlung von Fachkenntnissen sollen die Labore auch Raum fürs vernetzte Experimentieren sowie den Austausch zwischen Unternehmen bieten.


aiDeepDive: tiefer eintauchen

Interview: Wie kommt AI ins Unternehmen?

Ausnahmsweise gibt es an dieser Stelle diese Woche keine Keyword-Erklärung aus der Welt der AI. Stattdessen empfehle ich ein Interview mit einer AI-Praktikerin: Tina Klüwer, AI-Unternehmerin, Sachverständige der Enquete Kommission für KI des Bundestages und Vorstandsmitglied des KI-Bundesverbandes.

Was kann ich mit AI machen? Gibt es AI im Baukastensystem? Welche rechtlichen und ethischen Aspekte muss ich beachten? Klüwer erklärt, wo AI in Unternehmen idealerweie zum Einsatz kommt und was es zu bedenken gilt, wenn man über eine solche Einführung von AI nachdenkt.

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Dr. Tina Klüwer, Geschäftsführerin des Berliner KI-Startups parlamind wird in Enquete-Kommission des Bundestages für Künstliche Intelligenz berufen: Dr. Tina Klüwer, CEO und Gründerin parlamind, Quelle: parlamind GmbH


aiTaillight: Ein Fun Fact zum Schluss

Filmempfehlungen: Algorithmus vs. Mensch

Wer kennt es nicht: Tausende Filme und Serien stehen zur Auswahl doch der Netflix-Algoritmus schlägt einem irgendwie nicht das Richtige vor? Konkurrent HBO kontert dieses Dilemma: Der US-Sender wirbt jetzt mit Empfehlungen von Menschen. Gespeist wird das System durch Interviews mit Zuschauern sowie aus den Social Media-Kommentaren von Serienfans.

Klar, der Algorithmus macht bestimmt einen immer besseren Job. Aber ist es nicht manchmal auch schön, von anderen Serienjunkies zu hören, womit man den nächsten Marathon verbringen sollte?


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